der Pallottinerinnen

posticon MissionarIn auf Zeit


Wir haben schon oft gehört: "Was willst Du werden, Missionarin?! Musst Du da mit der Bibel die Heiden bekehren?" Das alte Missionsverständnis ist immer noch in vielen Köpfen drin. 

Aber: Mission bedeutet viel mehr. Wer eine Mission hat, hat einen Auftrag. Weiß, warum er etwas tut. Weiß vielleicht auch, was zählt im Leben und was er davon (mit-)teilen möchte.

Deswegen hängen wir auch heute noch an unserem Namen "MissionarIn auf Zeit". Der brasilianische Erzbischof Dom Hélder Camara hat es in einem Gedicht sehr schön beschrieben:

 

Was bedeutet Mission?

Mission heißt aufbrechen,
sich auf den Weg machen,
alles lassen,
aus sich herausgehen,
die Kruste des Egoismus zerbrechen, die uns in unser Ich einsperrt.

Mission heißt aufhören,
sich um sich selbst zu drehen,
als wären wir alleine der Mittelpunkt der Welt
und das Leben.

Mission heißt, sich nicht einschließen
in die Probleme der kleinen Welt,
zu der wir gehören.
Der Mensch ist viel größer.

Mission heißt aufbrechen,
aber nicht Kilometer fressen.

Mission heißt vor allem sich öffen
für die anderen
als Geschwister sie finden
und ihnen begegnen.

 

Mitleben
Das Mitleben bei den Ordensleuten im Einsatzland hilft beim
Einleben in die fremde Umgebung. Die/der MaZ hat in
der Gemeinschaft einen Rückhalt, aus dem heraus er/sie sich neuen
Erfahrungen stellen kann. Dazu gehört auch der intensive Kontakt
zu einer Schwester oder einer anderen Vertrauensperson, mit der
die/der MaZl ihre/seine Erfahrungen reflektieren kann.

 
Mitbeten
Im Glauben die befreiende Botschaft Jesu erfahren – diese Chance
bietet ein Einsatz als Missionarin/Missionar auf Zeit. Wir suchen
Menschen, für die Gott eine Rolle spielt und die ihren Glauben
während des Jahres anders oder neu erleben wollen. An den
meisten MaZ-Stellen nimmt die/der MissionarIn auf Zeit am Gebetsleben
der Gemeinschaft und der Gemeinde vor Ort teil. Diese
Erfahrungen bereichern später unsere deutsche Kirche.


Mitarbeiten
Ein Jahr ist zu kurz, um wirklich eigenständig zu arbeiten, da sich
die/der MissionarIn auf Zeit erst an das ungewohnte Klima, die neue
Sprache und eine andere Mentalität gewöhnen muss. Die/der MaZ
arbeitet je nach Fähigkeiten in bestehenden Projekten mit. Meist
sind es Projekte im sozialen, medizinischen oder pastoralen
Bereich.
Es geht darum, mit offenen Augen und Ohren teilzunehmen an der
Arbeit der Menschen. Auf diese Weise macht die/der Maz
Erfahrungen, die sie/er hier in Deutschland weitergeben kann.